Pilzsammler im Wald: Darauf ist zu achten!

Das Sammeln von Pilzen im Wald vereint zahlreiche Hobbys zu einem großen Abenteuer. Die Gesundheit wird durch Wanderungen verbessert. Die frische Luft klärt den Geist. Nicht zuletzt wird auch der Koch und Gourmet angesprochen. Denn immerhin soll der Fund letztlich auch auf dem Teller landen.

Hier ist es zunächst wichtig, giftige und essbare Pilzarten voneinander unterscheiden zu können. Anfänger spezialisieren sich zunächst auf eine oder wenige Pilzarten, die dafür mit Sicherheit bestimmt werden können.

Der Wald und seine Tücken für Pilzsammler

In großen Wäldern können unerfahrene Wanderer schnell die Orientierung verlieren. Besonders wer sich abseits der Wege aufhält, der weiß irgendwann nicht mehr wo hinten und vorne ist. Eine Richtung kann die Sonne weisen, sofern sie scheint. Ansonsten ist es sinnvoll einen Kompass mitzuführen und sich vorab zu merken, wo das Auto parkt. Auch ein Handy, selbst wenn es nicht überall Empfang hat, sollte mitgeführt werden.

Bei der Kleidung ist insbesondere festes Schuhwerk notwendig. Gummistiefel können bei matschigem Boden sinnvoll sein. Zur Bestimmung muss der Sammler sich vielleicht hinknien. Dies gilt zumindest, wenn nur Pilze gepflückt werden, die auch für den Verzehr geeignet sind. Hierbei handelt es sich um eine ökologische Einstellung. Denn auch ungenießbare Pilze können zum Ökosystem beitragen.

Menschen sollten sich im Wald möglichst immer leise unterhalten. Laute Töne können Tiere aufschrecken. Die meisten Waldtiere sind scheu und halten sich von Personen fern. Sollte sich eine Wildschweinbache mit ihren Frischlingen jedoch bedroht fühlen, so kann diese auch zum Angriff übergehen.

Wer im Wald unterwegs ist und einen Pilz gefunden hat, der möchte diesen auch bestimmen. Hierin liegt immerhin die Aufregung beim Sammeln. Ein kompetentes Buch kann helfen. Denn wenn der Pilz an die entsprechende Seite gehalten wird, können Gemeinsamkeiten oder Unterschiede leichter festgestellt werden.

Als weitere Utensilien wird ein Messer zum Abschneiden der Exemplare benötigt. Alternativ können Pilze auch herausgedreht werden. Ein Korb oder sonstiger Behälter, welcher die Pilze nicht eindrückt und Luft an die Fundstücke lässt, ist ein notwendiger Helfer.

Weitere Hilfsmittel werden nicht benötigt. Dennoch sollten Verwandte oder Freunde Bescheid wissen, wann der Wald aufgesucht wird. Im Zweifel ist es immer besser, wenn jemand Kenntnisse über den Aufenthaltsort hat.

Es muss natürlich nicht zwingend im Wald gesammelt werden. In Parks und im Naturschutzgebiet ist das Hobby jedoch untersagt. Sammler dürfen zudem keine Pilze aufnehmen, die unter Artenschutz stehen.

Ratgeber: Pilze sammeln und bestimmen lernen!

Ein Pilzgericht ist schmackhaft. Die Vorfreude ist noch größer, wenn die Pilze selber gesammelt werden. Allerdings ist Pilze sammeln ein Hobby, welches tiefer gehende Kenntnisse erfordert. Es gibt hunderte von Pilzsorten. Einige giftige Exemplare sehen ihren essbaren Kollegen sehr ähnlich. Aber wie können die notwendigen Fähigkeiten erlangt werden?

Dieser Frage wird sich nachfolgend gewidmet. Auf der Seite www.pilz-ratgeber.de können erste Informationen zu den bekanntesten Speisepilzen eingeholt werden. Auch giftige und ungenießbare Pilze werden zur Abgrenzung aufgeführt.

Pilze sammeln: So wird der Anfänger zum Experten

Es ist paradox: Ohne gründliche Kenntnisse der Materie wird empfohlen, keine gesammelten Pilze zu verzehren. Aber wie werden die notwendigen Kenntnisse erlangt? Folgende Möglichkeiten stehen zur Verfügung.

  • Internet: Im World Wide Web gibt es zahlreiche Domains, die sich mit Pilzen beschäftigen. Sammler sollten sich über Pilzsorten schlau lesen. Es ist ratsam sich zunächst auf wenige Exemplare zu konzentrieren. Hierbei ist es wichtig zu wissen, ob es ähnliche Pilze gibt, mit denen der Speisepilz verwechselt werden kann. Farbe, Geruch und Größe sind Indizien zur Bestimmung.
  • Bücher lesen: Fachkundig werden diese Informationen in einem Buch aufbereitet. Dieses kann auch mit in den Wald geführt werden. Wird der Pilz neben ein Bild gehalten, fällt Anfängern das Bestimmen oftmals leichter.
  • Pilzwanderung: In eigentlich jedem Bundesland in Deutschland werden Pilzwanderungen durchgeführt. Hierbei werden wichtige und praxisnahe Tipps gegeben. Auf diesem Weg können Hobby-Sammler Erfahrungen sammeln und ihren Fund mit anderen besprechen. Zudem werden Kontakte geknüpft. Unbekannte oder unbestimmte Arten können so besprochen werden.
  • Experten fragen: Zu zwei in den Wald zu gehen, hat Vorteile. Der Unterhaltungsfaktor steigt an. Zudem ist die Pilzbestimmung leichter, da zwei Meinungen vorliegen. Stimmen diese überein, so wird ein Verdacht zur Sicherheit. Dennoch sollte immer eine genaue Überprüfung vorgenommen werden.

Pilze können eigentlich das ganze Jahr über gesammelt werden. Aber nicht jeder Pilz wächst zu jeder Jahreszeit. Ein feuchter Boden und milde Temperaturen sind für Sammler perfekt geeignet. Im Wald, in der Nähe von Bäumen, werden auch Anfänger schnell fündig. Wer regelmäßig unterwegs ist, der erntet zumeist nicht alle Pilze. Zur Arterhaltung bleiben einige Exemplare stehen, damit an gleicher Stelle erneut Pilze sprießen.